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Sommersynode des Kirchenkreises zu Gast in Düren


„Über Mauern springen – Zukunft des Kirchenkreises Jülich und seiner Gemeinden “
Kreissynode tagte in der Christuskirche und im Haus der Gemeinde zu Düren

Gut 80 Frauen, Männer und Jugendliche tagten in Düren. Engagiert und kreativ wurden verschiedene Aspekte des Themas „Zukunft der Kirche“ diskutiert.
„Brannte nicht unser Herz? Von der Hoffnung erzählen“ – so das Motto der Eröffnungsgottesdienstes, der von Jugendlichen gestaltet wurde, und der den Anwesenden ganz offensichtlich viel Energie für den Tag mit auf den Weg gab.

 Kreissynode

Über Mauern springen – zur Vorgeschichte der Synode
Grundlage für den Zukunftsprozess „Über Mauern springen“ ist ein Beschluss der Kreissynode vom 16.11.2019. (siehe unten!) Im Jahr 2030 werden sowohl die Zahlen der Kirchenmitglieder als auch die finanziellen Möglichkeiten der Kirchen signifikant abgenommen haben. Das erfordert ein rechtzeitiges Nachdenken und Planen aller Beteiligten. Entsprechend der Verfassung der Evangelischen Kirche geschieht das an der Basis der Gemeinden und Kirchenkreise.
Es gilt zu überlegen,
•    welche Aufgaben können künftig überhaupt noch erfüllt werden?
•    welche Aufgaben, Arbeitsbereiche etc. müssen wegfallen?
•    welches Personal kann die Kirche sich noch leisten?
•    welche Aufgaben können Ehrenamtliche übernehmen?
•    welche Gebäude stehen noch zur Verfügung?
•    welche Einnahmequellen außer der sinkenden Kirchensteuer gilt es zu erschließen?
•    was setzen wir den Kirchenaustritten entgegen?
•    wie erhöhen wir die Attraktivität der Kirche für Menschen aller Altersgruppen?
•    und vieles, vieles mehr.
Der Zukunftsprozess „Über Mauen springen“ begann mit einer Auftaktveranstaltung im April 2021, an der etwa 200 Menschen teilnahmen. Und er fand seine Fortsetzung in der Arbeit von 10 Teilprojekten:
•    Diakonie
•    Jugendarbeit
•    Seelsorge und Trauerarbeit
•    Sprache
•    Öffentlichkeitsarbeit
•    Verwaltung
•    Bildung
•    Digitalisierung
•    Finanzen und Immobilien-Management
•    Ehrenamt

In diesen Teilprojekten wurde und wird engagiert über Möglichkeiten einer guten Zukunft der Kirche gearbeitet.

Über Mauern springen – Zwischenfazit und neue Anregungen
Die Dürener Tagung der Kreissynode bot die Gelegenheit, die bisherigen Ergebnisse aller Teilprojekte in einer Talkshow überblicksmäßig zur Kenntnis zu nehmen. Die Moderatorin Andrea Rawanschad und der Moderator Lothar Hellenthal verstanden es, mit Fragen an die jeweils Verantwortlichen alle 10 Teilprojekte in Kürze so darzustellen, dass es den Zuhörer*innen nicht langweilig wurde und  zugleich die Neugier geweckt wurde auf den zweiten Teil der Synode: „Mit den Teilprojekten im Dialog“ konnte man sich genauer informieren und zugleich im Gespräch auch eigene Ideen, Kritik oder Vorschläge für die Weiterarbeit einbringen.

Im dritten Teil schließlich war Gelegenheit, in einem „World Café“ jeweils in Kleingruppen an Tischen noch einmal intensiv zu zwei vorbereiteten Fragen zu arbeiten „Was hat mich heute besonders inspiriert und zum Nachdenken angeregt?“ und „Welche weiteren Empfehlungen habe ich für den Zukunftsprozess?“ Ähnlich wie beim Speed-Dating wechselte die Besetzung der Tische, so dass jede*r in zwei verschiedenen Gruppen unterwegs war. Die Ergebnisse hielt man auf den „Tischdecken“ fest.
 
Über Mauern springen – Kirche als Agentin des Wandels – das Machen erleben!
Es ging ausdrücklich nicht darum, Beschlüsse zu fassen, sondern den Stand des Prozesses zu erfahren und festzustellen. An der Synodaltagung nahmen zusätzlich zu den Synodalen Jugendliche und Erwachsene teil, die sich in den Teilprojekten engagieren und wichtige Gesprächspartner*innen waren und sind.

Mit den Ergebnissen der Synodaltagung werden die Teilprojekte dann weiterarbeiten – mit neuen Ideen und mit der Ermutigung zu weiteren Schritten.    
 
Am Ende des Tages blickten die Beteiligten auf intensive Gespräche und konstruktiven Austausch zurück. „Kirche als Agentin des Wandels“ ist das Ziel. Kirche kann und muss aktiv ihre Zukunft gestalten. Und was die Jugendlichen in ihrem Teilprojekt deutlich sagten, gilt ganz sicher für alle, denen Kirche am Herze liegt: „Wir wollen das Machen erleben!“
In weiteren Schritten wird es darum gehen, die Ergebnisse der Synode und der weiteren Arbeit in den Teilprojekten in Handlungsoptionen zu überführen. Auch dazu hat diese Synodaltagung Mut gemacht.


Viele weitere Informationen zum kreiskirchlichen Zukunftsprozess finden Sie auf unserer Homepage unter
https://www.kkrjuelich.de/index.php?id=160
Dort werden Sie dann demnächst auch die Ergebnisse der Synodaltagung nachlesen können.


Und ganz unten auf dieser Seite finden Sie weitere Fotos von der Synodaltagung.


 

© Text und Fotos: Johannes de Kleine, Kirchenkreis Jülich


Beschluss der Kreissynode des Kirchenkreises Jülich vom 16.11.2019

Prozess Zukunftsplanung 2030 für den Kirchenkreis Jülich
1. Die Kreissynode beschließt zeitlich befristet auf zwei Jahre die Durchführung eines moderierten Prozesses in den Regionen zur Erarbeitung eines Konzeptes für die Verteilung von Pfarrstellen und anderer personeller Ressourcen gemäß der in den Regionen verabredeten Leitbilder für die Gemeindearbeit in den Regionen.
2. Die Kreissynode beschließt die Beauftragung für einen/ein Moderator/Moderatorenteam zur Begleitung der Prozesse in den Regionen und im Kirchenkreis.
3. Der Kreissynodalvorstand wird beauftragt, zur Steuerung und Organisation der Prozesse in den Regionen und zur Zusammenbindung zu einem Gesamtprozess für den Kirchenkreis die entsprechenden personellen Ressourcen für eine „Geschäftsführung/organisatorische Geschäftsbegleitung“ zur Verfügung zu stellen.
4. Der Kreissynodalvorstand wird beauftragt, die Beschlüsse umzusetzen und einen entsprechenden Moderator/eine entsprechende Moderatorin oder ein Moderatorenteam zu finden und zu beauftragen.
5. Der Herbstsynode 2021 sollen die Ergebnisse des Prozesses präsentiert und ein Gesamtkonzept zur Umsetzung des Pfarrstellenrahmenplans 2030 beschlussmäßig verabschiedet werden.
6. Die Kreissynode stellt die notwendigen Finanzmittel zur Begleitung des Prozesses bis zur Höhe einer Pfarrstellenpauschale (ca. 110.000 Euro) aus eingesparten Aufwendungen der Pfarrbesoldungskasse (Vakanzen) zur Verfügung. Begründung: Aufgrund der Berechnungen zum Pfarrstellenrahmenplan 2030 und der damit verbundenen Reduzierung von Pfarrstellen sowie im Hinblick auf die Ergebnisse der „Freiburger Studie zur Zukunftsentwicklung der Evangelischen Kirche in Deutschland“ wird eine strukturierte Zukunftsplanung nötig, der mit diesem Beschluss Rechnung getragen wird.

Gottesdienstteam Gottesdienstteam

Musiker Musiker

Moderatorin A. Rawanschad  Moderatorin A. Rawanschad

  Moderator L. Hellenthal Moderator L. Hellenthal

Teilprojekt Jugend Teilprojekt Jugend

Teilprojekt Seelsorge Teilprojekt Seelsorge

World Cafe World Cafe

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Tageslosung

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen.
Jeremia 31,31